Fachartikel

Streitbeilegungsverfahren in der Bauwirtschaft

von Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Wirtschaftsmediator (MuCDR) Dr.Christian Felix Fischer, München

Zurückhaltende Anwendung außergerichtlicher Streitbeilegungsverfahren in der Bauwirtschaft – Versuch einer Erklärung

In den Fällen, in denen Baubeteiligte nicht in der Lage sind, ihre Differenzen im Verhandlungswege beizulegen, führt der übliche Weg nach dem Scheitern der Verhandlungen über die Anwälte zu Gericht. Dies, obwohl die an einem Konflikt beteiligten Parteien selbst in einer ex post Betrachtung erkennen, dass sie die Konflikte außergerichtlich schneller und mit weniger Aufwand hätten bewältigen können und sich bei allen Befragungen und Studien eine deutliche Mehrheit sogar für eine zwingende, den staatlichen Gerichten vorgeschaltete außergerichtliche Streitbeilegung ausspricht.

A. Einführung

In den Fällen, in denen Baubeteiligte nicht in der Lage sind, ihre Differenzen im Verhandlungswege beizulegen, führt der übliche Weg nach dem Scheitern der Verhandlungen über die Anwälte zu Gericht. Dies, obwohl die an einem Konflikt beteiligten Parteien selbst in einer ex post Betrachtung erkennen, dass sie die Konflikte außergerichtlich schneller und mit weniger Aufwand hätten bewältigen können und sich bei allen Befragungen und Studien eine deutliche Mehrheit sogar für eine zwingende, den staatlichen Gerichten vorgeschaltete außergerichtliche Streitbeilegung ausspricht. Dennoch findet die außergerichtliche Streitbeilegung in der bauwirtschaftlichen Praxis kaum, d.h. weder bereits in Verträgen angelegt noch ad hoc Anwendung. Die Gründe liegen unter Berücksichtigung der erwähnten Untersuchungen offensichtlich nicht in einer rationalen Vorteils-/Nachteils-Abwägung. Was also sind die Gründe, die eine Anwendung außergerichtlicher Streitbeilegungsverfahren in der Praxis so schwierig machen?

Der vollständige Aufsatz „Zurückhaltende Anwendung außergerichtlicher Streitbeilegungsverfahren in der Bauwirtschaft – Versuch einer Erklärung“ erschien zuerst in der Fachzeitschrift „baurecht“ (BauR 2016, 20-29 (Heft 1). Sie können den Beitrag hier online betrachten und herunterladen.