Tagung

München ist immer eine Tagung wert

Für die erfahrenen Baurechtsanwälte sind die Baurechtstagungen fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders. Jüngere Kollegen sind am 10. und 11. November vielleicht das erste Mal dabei. Ganz gleich, ob es Ihre erste, oder Ihre 50. Baurechtstagung ist, es gibt viele gute Gründe, in München dabei zu sein. Das wissen auch einige unserer Mitglieder, die wir um kurze Stellungnahmen dazu gebeten haben, was sie an den Baurechtstagungen schätzen und worauf sie sich (dieses Mal) besonders freuen. 

„Die Frühjahrs- und Herbsttagungen der ARGE Baurecht sollten bei jedem Baurechtskollegen fester Bestandteil im Fortbildungskalender sein,“ sagt Rechtsanwältin Jennifer Essig aus Karlsruhe. Sie ist seit 2015 als Rechtsanwältin zugelassen und hat ihren Fachanwaltslehrgang für Bau- und Architektenrecht abgeschlossen. Als Mitglied in der „Arbeitsgruppe Junge Baurechtler“ der ARGE Baurecht verpasst sie keine Tagung, denn „an zwei Tagen werden nicht nur spannende und aktuelle Themen behandelt. Jeder hat die Gelegenheit mit Fragen und Anregungen eigenen Gedanke zu den jeweiligen Themen einzubringen und neue Denkanstöße zu setzen oder mitzunehmen. Es kann mit Kollegen und Freunden in lockerer und angenehmer Atmosphäre angeregt diskutiert werden und wenn die Diskussionen doch einmal zu hitzig werden, kann bei der Abendveranstaltung am Freitag gemeinsam die Tanzfläche gestürmt werden.“

Tandem mit erfahrenem Kollegen

Gemeinsam mit Prof. Thomas Thierau hält Kollegin Essig einen Vortrag zum Thema „Unwirksame Sicherungsabreden im Bauvertrag“ und freut besonders auf das Tandem mit dem gestandenen Kollegen: „Unwirksame Sicherungsabreden finden sich häufiger in Bauverträgen als so mancher Kollege denkt. Sicherlich hat jeder Baurechtler in seinen Akten nicht nur einen Bauvertrag in dem formularmäßig in den AGB Sicherheiten für die Vertragserfüllung und Mängelansprüche vereinbart sind und sicher ist mindestens eine dieser Sicherungsabreden unwirksam. Die Unsicherheit war in diesem Themenbereich schon immer groß und ist es nach wie vor. Welche Chancen oder auch Risiken sich für den Mandanten auf Grund unwirksamer Sicherungsabreden in Bauverträgen ergeben, soll unser Vortrag beleuchten und den Blick für diese doch häufig noch vernachlässigte Thematik schärfen“, erläutert Rechtsanwältin Jennifer Essig die Relevanz ihres Vortragsthemas.

Qualifikation, Erfahrung und freundschaftlicher Kontakt

„Die Baurechtstagungen ermöglichen mir, freundschaftlichen Kontakt zu vielen Kolleginnen und Kollegen zu halten, deren Qualifikation und Erfahrung ich hoch schätze,“ sagt Rechtsanwalt Rainer Fahrenbruch, der seit 25 Jahren als Rechtsanwalt zugelassen ist. Er hält regelmäßig Fachvorträge und kann auf eine lange Publikationsliste zurückblicken. Die Tagungen werden ihm zufolge den Besonderheiten des Baurechts stets gerecht: „Baurechtliche Streitigkeiten sind so wenig polar, wie die vielfältigen Vertrags- und Haftungsbeziehungen im Bauvorhaben. Der als Auftragnehmer verklagte Generalunternehmer ist im Verhältnis zum Subunternehmer Auftraggeber usw. Deshalb gibt es bei uns auch selten die in anderen Rechtsgebieten typische, dauerhafte Zuordnung der Rechtsanwälte zu einer Seite (z. B. Vermieteranwälte und Mieteranwälte, Bankenanwälte und Kundenanwälte, Arbeitgeberanwälte und Arbeitnehmeranwälte usw.). Vorrangig vor der strukturellen Identifikation mit einer Seite ist – auch für den Mandanten – die Expertise des Rechtsanwaltes. Wir alle sind froh, wenn uns auf der Gegenseite unabhängige, versierte, selbstbewusste und erfahrene Kolleginnen und Kollegen gegenüberstehen, denn dies erspart uns und den Mandanten Spiegelfechtereien.“

Hoher Wissenszugewinn und Spaß dazu

Die Besonderheit des Baurechts hebt auch ARGE Baurecht Vorstandsmitglied Kathrin Heerdt hervor: „Viele Tagungen werden als besonders beworben, nur wenige sind es wirklich. Dass die Tagungen der ARGE Baurecht zum nunmehr 50. Mal tatsächlich besonders sind, garantieren ihre Mitglieder. Sie mögen sich in ihrem Anspruch auf praxisrelevante, anspruchsvolle Beiträge hochkarätiger Referenten nicht von den Kolleginnen und Kollegen anderer „Rechtsdisziplinen“ unterscheiden. Doch das Wesen der Baurechtler und ihr Umgang miteinander  verleiht den Tagungen eine außergewöhnliche Atmosphäre. Sie ist geprägt von Offenheit. Dies auch und gerade gegenüber noch nicht (gut) bekannten Gesichtern. Hinzu kommt der Spaß am Austausch in fachlichen und gesellschaftlichen Themen. Während der Diskussionen zu einzelnen Tagungsbeiträgen, aber auch in den Pausen und bei den Abendveranstaltungen. Im Vordergrund jedes Tagungsteiles steht die Bereitschaft, Neues zu erfahren und sich hierauf einzulassen, andere an Erfahrungen und Meinungen teilhaben zu lassen und durch stets willkommene Beiträge in jeder Hinsicht zum Gelingen beitragen zu können. Alles in allem sind die Tagungen der ARGE Baurecht durch ein anspruchsvolles, aber verständliches Fachprogramm und ein herzliches Miteinander geprägt. Sie beweisen, dass sich hoher Wissenszugewinn und Spaß in einer Veranstaltung nicht ausschließen, sondern sie zu etwas Außergewöhnlichem machen.“

Leider ausgebucht, aber noch Plätze auf der Warteliste

Die Statements der Kolleginnen und Kollegen dürften Ihnen die letzten Zweifel genommen haben, ob Sie an der 50. Baurechtstagung teilnehmen sollten. Leider ist die Tagung mittlerweile ausgebucht. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich auf der Warteliste einzutragen.

Das vollständige Programm können Sie hier online betrachten und herunterladen. Die Jubiläumstagung finden Sie auch auf XING.

Aktueller Hinweis: Die 50. Baurechtstagung ist inzwischen komplett ausgebucht!