Die ARGE Baurecht ist der größte Berufsverband von baurechtlich spezialisierten Rechtsanwälten in Deutschland und Europa. Wir fördern die berufspolitischen und wirtschaftlichen Interessen unserer rund 2.600 Mitglieder. Von deren spezifischen Leistungen profitieren Investoren, öffentliche Auftraggeber, Bauunternehmen, Architekten, Ingenieure, private Bauherren und andere Interessengruppen.

Aktuelles

Wenn’s mal wieder länger dauert…

26.11.2019 – Bauen dauert meist länger, als man denkt. Allheilmittel dagegen gibt es leider nicht. Mit den richtigen Partnern und einer guten Planung lässt sich das Risiko für Bauzeitverzögerungen jedoch minimieren. Und wenn es doch länger dauert, besteht Anspruch auf Schadenersatz. Dies und mehr lesen private Bauherren in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift bauen, die bundesweit rund 400.000 Leserinnen und Leser erreicht. Die Handreichung stammt aus der Feder von Rechtsanwältin Gina Kühne, die das Thema anhand eines konkreten Falls besonders praxisnah ausführt. » mehr

Baurecht Karriere

Kleine Kanzlei, große Kanzlei – ein Vergleich

Einzelpraxis vs. Großkanzlei – ein Vergleich

25.11.2019 – Rechtsanwalt Volker Blumenthal ist sein eigener Chef. Seit 2012 ist der Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht mit einer Einzelpraxis in Freiburg erfolgreich. Für ihn war das eine bewusste Entscheidung: „Hier habe ich viel mehr Freiheiten, als in einer großen Einheit“, sagt er. Freiheit gebe es auch in einer großen Kanzlei, hält Rechtsanwalt Dr. Stephan Kraatz dagegen, „denn dort hält einem ein ganzes Team von Kolleginnen und Kollegen den Rücken frei“. 1995 stieg er bei CMS Hasche Sigle in Leipzig ein, seit 1999 ist er dort Partner. Im Gespräch loten die beiden Baurechtler viele Gemeinsamkeiten und einige wesentliche Unterschiede ihrer beiden Kanzleiformate aus. » mehr

Urteilsbesprechung

.. denn sie wissen nicht, was sie tun

25.11.2019 – Ein Auftragnehmer (AN) erbringt nach europaweiter Ausschreibung Tunnelbauleistungen. Zur Anwendung kommt das Bohrschirmverfahren; der AN hat die Betongewölbeinnenschale mit monofilamenten Polypropylenfasern (PP-Fasern) und Spritzbetonverfüllung der "Rohrschirmkavernen" auszuführen. Der AN fordert nun Mehrvergütung nach § 2 Abs. 6 VOB/B, weil er u. a. mehr Binde- und Fließmittel brauchte, als er kalkulierte. Letztlich sei ein unerforschtes Verfahren zur Anwendung gekommen, so dass die Mehrmengen nicht absehbar gewesen seien. In erster Instanz wurde der Nachtragsanspruch verneint; das Risiko für Mehrmengen wäre klar erkennbar übertragen worden, so dass es mit dem vereinbarten Preis abgegolten sei. Dagegen wendet sich der AN mit der Berufung. Mit Erfolg? » mehr

Fachartikel

Der Schaden und seine Beseitigung

22.11.2019 – In seinem Urteil von 22.02.2018 hat der VII. Zivilsenat entschieden, der Besteller einer mangelhaften Werkleistung könne vor der Beseitigung des Mangels die fiktiven Kosten der Mängelbeseitigung nicht als Schaden geltend machen. Dieses Urteil, das im Folgenden zur Vereinfachung als „Februar-Urteil“ bezeichnet wird hat Zuspruch erfahren, insbesondere seine Begründung aber auch deutlich Kritik, die teilweise erstaunlich heftig ausfällt. Der folgende Beitrag zeigt: Das Urteil ist nicht nur im Ergebnis sehr zu begrüßen, sondern auch in der Praxis ohne Weiteres umsetzbar. Richtig ist, dass es kleinere Unklarheiten enthält, es ist aber ohne Weiteres mit den allgemeinen Grundsätzen des Schadensrechts vereinbar, wie sie im Werkvertragsrecht und darüber hinaus gelten. Außerdem wird dargelegt, welche Auswirkungen die Entscheidung auf die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs wegen Mängeln in der Leistungskette hat. » mehr

Urteilsbesprechung

Verstoß gegen anerkannte Regeln der Technik: Abriss und Neubau erforderlich!

20.11.2019 – Der Auftraggeber (AG) bestellt die Erstellung eines Rohbaus für ein Einfamilienhaus. Dessen Abnahme wird wegen wesentlicher Mängel verweigert. Der AG verlangt den kompletten Rückbau und die Neuerrichtung des Rohbaus, weil die aufgetretenen Mängel durch punktuelle Leistungen nicht so beseitigt werden können, dass die anerkannten Regeln der Technik anschließend eingehalten würden. Der Auftragnehmer (AN) verweigert die Nacherfüllung, weshalb der AG nach außerordentlicher Kündigung Vorschussklage erhebt. Erstinstanzlich wird ihm für punktuelle Mängelbeseitigung ein Vorschuss i.H.v. 8.242,39 Euro zugesprochen. Mit seiner Berufung beantragt der AG, den AN zur Zahlung eines Vorschusses i.H.v. 141.810,33 Euro zu verurteilen. Der AN beantragt die Berufung zurückzuweisen und legt selbst Berufung mit dem Ziel vollständiger Klageabweisung ein. » mehr

Pressemitteilung

ARGE Baurecht verleiht Nachwuchsförderpreis

Dr. Birgit Franz übergibt Summa Cum Bau an Dennis Frei

11.11.2019 – Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein verlieh zum zweiten Mal ihren mit 1.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis „Summa cum Bau“. Die Auszeichnung ehrt Dennis Frei als besten Absolventen der Zusatzqualifikation Privates Baurecht der Philipps-Universität Marburg. Der Preis wurde im Rahmen der 54. Baurechtstagung am 8. November in Frankfurt übergeben. » mehr