Urteilsbesprechung

Bauen im Bestand: Sind 21 Prozent Kostenabweichung ein Kündigungsgrund?

29.04.2020 – Der Architekt (A) verpflichtet sich gegenüber der Verwaltungsgemeinde (V) zu Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 9 für Umbau und Erweiterung einer Grundschule. Im Zuge der Erarbeitung der Ausführungsplanung kündigt V den Vertrag außerordentlich und führt mehrere wichtige Kündigungsgründe an. Insbesondere sei die Kostenberechnung des A mit rund 1,5 Millionen Euro wesentlich von den in der Kostenfeststellung ausgewiesenen tatsächlichen Kosten von rund 1,9 Millionen Euro abgewichen. A ist anderer Meinung und macht rund 350.000 Euro Honorar geltend. Bekommt er sein Geld? » mehr

Urteilsbesprechung

Planungsbedingte Baumängel: Muss Architekt Vorschuss für Mängelbeseitigung zahlen?

28.04.2020 – Die Kläger sind Erwerber von Wohnungseigentum, die ihre Einheiten vom Bauträger erworben haben. Die Erwerber gehen wegen der Insolvenz des Bauträgers aus abgetretenem Recht gegen den vom Bauträger mit der Planung und Bauüberwachung beauftragten Architekten wegen Mängeln in der Tiefgarage vor. Die Erwerber verlangen die Zahlung eines Kostenvorschusses wegen der durch fehlerhafte Planung und unzureichende Überwachung der Ausführung entstandenen Mängel der Tiefgarage. Die Klage hat in einem "ersten Prozess" in Höhe von circa 95.000 Euro Erfolg. In einem "Folgeprozess" begehren die Erwerber eine Zahlung von weiteren rund 127.000 Euro, weil der Sachverständige angeblich nur Teilbereiche der Wohnanlage zu Grunde gelegt habe. Auch diese Klage ist erfolgreich. Hiergegen legt der Architekt Berufung ein. Mit Erfolg? » mehr

Urteilsbesprechung

Mengenmehrung über 10 Prozent: Setzt neuer Einheitspreis keine Kostenänderung voraus?

25.04.2020 – Der mit der Herstellung einer Natursteinfassade einschließlich der Fassadendämmung beauftragte Auftragnehmer (AN) stellt nach der Abnahme seiner Leistung die Schlussrechnung, die der Auftraggeber (AG) aufgrund von Mengenmehrungen um 162.560 Euro kürzt. Er meint, der vereinbarte Einheitspreis (EP) sei zumindest um den in ihnen jeweils enthaltenen Anteil der Allgemeinen Geschäftskosten (AGK) herabzusetzen. Der AN erhebt Klage und obsiegt vor dem KG in voller Höhe. Der AG legt Revision ein. Hier erfahren sie, wie das Urteil ausgefallen ist. » mehr