Urteilsbesprechung

Keine Kostenobergrenze vereinbart: Keine Haftung für höhere Baukosten?

27.03.2019 – Der klagende Bauherr verlangt vom beauftragten Architekturbüro Schadensersatz wegen Baukostenüberschreitung für Umbau- und Modernisierungsarbeiten, insbesondere im Bereich der Kostenermittlung. Der Bauherr ist der Auffassung, es sei ein "Kostenlimit" von 600.000 Euro vereinbart worden. Der Architekt wendet ein, es gäbe keine Vereinbarungen zur Kostenobergrenze und durch zusätzliche Wünsche des Bauherrn habe sich das Bauvorhaben verteuert. Stets sei auf die zu erwartenden Mehrkosten hingewiesen worden. Das Landgericht verurteilte den Architekten zur Zahlung eines Schadensersatzes von rund 570.000 Euro. Hiergegen richtet sich die Berufung des Architekten. Mit Erfolg? » mehr

Urteilsbesprechung

Keine Mängelhaftung durch die Hintertür?

27.03.2019 – Ein Auftraggeber (AG) nimmt einen Auftragnehmer (AN) ca. sechseinhalb Jahre nach Abnahme wegen Mängeln der Feuerfestauskleidung für Heizkesselanlagen in Anspruch. Er stützt sich darauf, dass der AN die Mängel arglistig verschwiegen habe. Der geltend gemachte Schadensersatzanspruch ergebe sich, so der AG, nicht nur aus dem Vertrag, sondern auch aus unerlaubter Handlung und wegen sittenwidriger Schädigung. Das Landgericht bejaht eine Arglist des AN und hat der Klage des AG dem Grunde nach stattgegeben. Doch teilt das OLG die Entscheidung? » mehr

Urteilsbesprechung

Durch Rücktrittserklärung frei gekündigt?

24.03.2019 – Der Auftragnehmer (AN) begehrt die Zahlung einer pauschalierten Vergütung aus einem zwischen den Parteien geschlossenen sogenannten "Hausvertrag". Die Auftraggeber (AG) haben unstreitig mit Schreiben vom 19.09.2013 eine Rücktrittserklärung gegenüber dem AN abgegeben. Es ist zwischen den Parteien streitig, ob die AG vor der Erklärung des Rücktritts den Vertrag mit dem AN gekündigt haben. Das Landgericht weist die Klage, die auf die behauptete Kündigung des Vertrags durch die AG gestützt wird, vollumfänglich ab. Vertragliche Ansprüche bestünden nicht mehr, da die AG wirksam mit Erklärung vom 19.09.2013 vom Vertrag zurückgetreten seien. Wie entscheidet das OLG als nächsthöhere Instanz? » mehr