Urteilsbesprechungen

Urteilsbesprechung

Honorarabrechnung des Tragwerkplaners: Dürfen anrechenbare Kosten geschätzt werden?

29.05.2018 – Der klagende Tragwerksplaner rechnete seine Leistungen auf Basis geschätzter anrechenbarer Kosten nach Mindestsatz ab. Das Landgericht wies die Klage ab und verurteilte die Beklagte gemäß dem hilfsweise gestellten Auskunftsantrag. Die vom Auftraggeber im Rahmen der Auskunft vorgelegte Kostenberechnung wies deutlich geringere anrechenbare Kosten aus als vom Tragwerksplaner geschätzt. Mit der Berufung verfolgt der Tragwerksplaner dennoch seine Abrechnung auf Basis der Schätzkosten weiter. Lesen Sie hier die Entscheidung des OLG Hamm. » mehr

Urteilsbesprechung

Anerkannte Regeln der Technik nicht eingehalten: Ist die Leistung auch ohne Schaden mangelhaft?

23.05.2018 – Der Bauherr hatte von einem Bauträger eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus erworben. Die Abnahme des Gemeinschaftseigentums war zu diesem Zeitpunkt durch die übrigen Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft bereits erfolgt. Der vom Bauträger aufgestellte Kaufvertrag sah vor, dass spätere Erwerber an eine solche Abnahme gebunden sein sollten. Nach einigen Jahren traten im Keller Wasserschäden auf. Der Bauherr macht geltend, der Bauträger habe die Kellerabdichtung nur unzureichend ausgeführt. Der Bauträger wendet ein, ihn treffe keine Verantwortung, weil ein Zusammenhang zwischen den Schäden und der Kellerabdichtung nicht nachzuweisen sei. Der Bauherr begehrt dennoch einen Kostenvorschuss i. H. v. 73.000 Euro. Zu Recht? » mehr

Urteilsbesprechung

Ein wertloses Werk muss der Besteller nicht vergüten

12.05.2018 – Der Auftragnehmer (AN) verklagt die Bauherren eines Einfamilienhauses auf Zahlung von Werklohn für den von ihm erstellten Dachstuhl. Der AN hat den Dachstuhl errichtet, obwohl die vorangegangenen Maurerarbeiten nicht den Vorgaben des Statikers entsprechen und der in Beton hergestellte Ringbolzen noch nicht vollständig ausgehärtet gewesen ist. Da sich dieser durch das Gewicht des Dachstuhls verdreht, fordern die Bauherren den AN auf, den Dachstuhl zurückzubauen und neu zu errichten. Da der AN die Nachbesserung von einer "rechtlichen Klärung" abhängig macht, kündigen die Bauherren den Vertrag und beauftragen ein Drittunternehmen. Eine Bezahlung der Schlussrechnung des AN verweigern sie, weil dessen Arbeiten wertlos und unbrauchbar seien. Das Landgericht gibt den Bauherren Recht und weist die Klage ab, wogegen der AN in Berufung geht. Mit welchem Erfolg? » mehr