Fachartikel

Gesamtschuld von Architekt und Unternehmer bei fiktiven Mängelbeseitigungskosten

Gutachter inspizieren Baustelle

20.09.2019 – Mit Urteil vom 22.02.2018 hat der BGH die jahrzehntelange Rechtsprechung zum mangelbedingten Schadensersatz in Höhe der fiktiven Mängelbeseitigungskosten aufgegeben. Diese können in keinem Fall mehr zur Schadensbemessung herangezogen werden. Da der Bauherr, der das Werk behält und einen Mangel nicht beseitigen lässt, den Schaden vielmehr in der Differenz zwischen dem hypothetischen Wert der mangelfreien Sache zur mangelhaften Sache bemessen kann, wirft Rechtsanwalt Stefan Reichert die Frage auf, ob mit dieser „kopernikanischen Wende“ im Kampf gegen die Überkompensation nicht lediglich die fiktiven Mangelbeseitigungskosten gegen einen fiktiven Minderwert ausgetauscht wurden? Nach dem ersten Überschwang über die vermeintliche Stringenz der Entscheidung drängen sich für ihn zahlreiche Folgefragen zu dieser Kehrtwende des VII. Zivilsenates auf, nach deren Antworten er in diesem Fachartikel sucht. » mehr