Expertentipp

ARGE Baurecht: Notdächer schützen vor Platzregen

BERLIN (DAV) – Zwischen Frühling und Herbst hat Bauen Hochkonjunktur. Das Wetter gilt als beständig, weder Schnee noch Eis erschweren den Bau oder schränken die Verwendung der Materialien ein. Allerdings hat auch der Sommer seine Tücken: Starkregen, Hagelschlag und Stürme haben gerade in den vergangenen Wochen manche Baustelle beeinträchtigt, erinnert die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV). Ist der Bau bei einem Unwetter ungeschützt, ist der Schaden groß – und der Streit auch: Wer hätte was wie schützen müssen!

Die ARGE Baurecht rät Investoren bei größeren Arbeiten auch über Notdächer nachzudenken. Nach der DIN 18299 Ziffer 4.1.10 stellt das Sichern der Arbeiten gegen Niederschlagswasser, mit dem normalerweise gerechnet werden muss, zwar eine Nebenleistung dar, die häufig nicht extra geplant und bezahlt werden muss. Auftraggeber sollten das Thema dennoch frühzeitig ansprechen, damit die Sicherungsmaßnahmen im Falle eines Falles auch tatsächlich ausreichen. Notdächer sind im Übrigen auch für Winterbaustellen sinnvoll.