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Arbeitsgruppe in Aktion

Wie erreichen wir junge Juristen? Welche Unterstützung können wir ihnen anbieten? Wie können wir den Nachwuchs überzeugen, den Weg ins Baurecht zu finden – und Mitglied der ARGE Baurecht zu werden? Mit diesen und weiteren Fragen befasste sich der Arbeitsgruppe Junge Baurechtler auf Bitten des Geschäftsführenden Ausschusses (GFA) der ARGE Baurecht in mehreren Treffen. Mit dabei waren Jennifer Essig aus Karlsruhe, Lena Rath aus Frankfurt a. M., Dr. Andreas Bahner aus Köln, Jasper Marwege aus Bremen und Thomas Moritz aus Erfurt – allesamt Mitglieder der ARGE Baurecht. Im Rahmen der GFA-Sitzung zur 48. Baurechtstagung in Dresden haben sie ihre Ideen und Ansätze dem Geschäftsführenden Ausschuss vorgestellt.

Fachlichen Einstieg erleichtern

„Die ARGE Baurecht hat bereits sehr viel zu bieten“, leitete Dr. Bahner ein. Die neu gebildete Arbeitsgruppe sei aus diesem Grunde entschlossen, das Rad für junge Baurechtler nicht neu zu erfinden, sondern wolle vielmehr das bestehende Angebot für den Nachwuchs attraktiver machen.

„Dabei haben wir vor allem die Baurechtstagungen ins Visier genommen“, so Bahner. Die Veranstaltungsreihe sei voll etabliert und darauf wolle man aufsatteln. Wichtig sei dabei, die Grundlagenveranstaltung tatsächlich auf die Bedürfnisse junger Anwälte zuzuschneiden. „Sinnvoll wäre es beispielsweise, Basisinformationen zu den Fachvorträgen am Nachmittag zu liefern“, so Bahner. So könne man die jungen Kollegen auf die hochkomplexen Inhalte des Fachprogramms vorbereiten. „Die Fachvorträge beschäftigen sich häufig mit derart komplexen Inhalten, dass sich jüngere Kollegen vielleicht nicht in der Lage sehen, auf Anhieb zu folgen“, befürchtet Bahner. Mit einer darauf ausgerichteten Grundlagenveranstaltung könne man den Jüngeren gewissermaßen den Weg zum besseren Verständnis ebnen.

Neue Formate

Aus Sicht der Arbeitsgruppe wäre es auch wünschenswert,  über eine Umstrukturierung der Grundlagenveranstaltung nachzudenken, etwa in Richtung Workshop oder Diskussionsveranstaltung. Als Nebeneffekt würden die jungen Kollegen schnell untereinander Kontakt finden und es entstünden schnell erste Netzwerke.. „Auch schon während der Veranstaltung selbst sind solche ersten Kontakte etwas durchweg Positives“, beschreibt Bahner die vermuteten Nebeneffekte der neuen Formate.

Mehr Interaktion

Auch das Fachprogramm könnte sich den Jüngeren etwas mehr zuneigen. „Das heißt keinesfalls, dass wir das inhaltliche Niveau senken möchten“, unterstreicht Bahner. Vielmehr ginge es darum, auch im Rahmen der Tagungen mehr auf Interaktion zu setzen. Etwa durch die Rückkehr der altbekannten Thesendiskussionen. Dabei stellt jemand in einem kurzen Impulsvortrag eine These vor und diskutiert diese anschließend im Auditorium. „Das ist deutlich interaktiver und erlaubt es auch weniger Erfahrenen mitzudiskutieren“, fasst Bahner die Vorteile zusammen.

Auch die Abendveranstaltungen sollten aufgelockert werden. Im Fokus stehe dabei, dass das Format des Freitagabends die Kontaktaufnahme insbesondere zu erfahrenen Baurechtsanwälten erleichtern soll. „Dazu reichen schon einfache Dinge wie ein lockerer Auftakt an Stehtischen, eine Bar und modernere musikalische Untermalung“, so Bahner.

ARGE Baurecht frühzeitig verankern

Des Weiteren gelte es auch, die Präsenz der ARGE Baurecht im Rahmen der Ausbildung sicherzustellen und die jungen Absolventen anzusprechen, bevor sie in die Anwaltschaft gehen. „Jemand, der sich frühzeitig mit Baurecht beschäftigt, sollte die ARGE Baurecht kennen“, fasst Bahner das Ziel zusammen.

Alle Ideen werden nun vom Geschäftsführenden Ausschuss geprüft und nach Möglichkeit bereits bei der nächsten Baurechtstagung am 10. und 11. März 2017 in Potsdam umgesetzt.