Bauropa

Internationales Baurecht auf höchstem Niveau

Von Anfang an waren die internationalen Besonderheiten des Rechtsgebiets fester Bestandteil der ARGE Baurecht. Sichtbarer Ausdruck dessen war lange Zeit die BAUROPA. Die Veranstaltungsreihe wurde Mitte der 90er-Jahre eingeführt, um den zunehmend stärkeren Einflüssen des europäischen Rechts auf nationaler Ebene Rechnung zu tragen. In Zeiten voller Terminkalender und steigenden Termindrucks konnten jedoch immer weniger Kollegen zwei Tage für eine Veranstaltung in einer europäischen Metropole erübrigen. Ein neues Format musste her. Die Lösung brachte ein ehemaliges Vorstandsmitglied der ARGE Baurecht.

„Die Idee zu einem Arbeitskreis hatte Falk Würfele, der bis vor kurzem im Vorstand der ARGE Baurecht aktiv war und auch die BAUROPA mitgeprägt hat“, sagt Rechtsanwalt Dr. Jan-Bertram Hillig, „das war vor etwa fünf Jahren“. Seitdem entwickelte Hillig das Format gemeinsam mit Rechtsanwalt Prof. Dr. Falk Würfele und Rechtsanwalt Christian Meier kontinuierlich weiter. „Der Arbeitskreis ist eine ideale Plattform für den kollegialen Austausch“, erläutert Hillig seine Motivation. Der Solicitor hat schon immer mit einer Reihe von Kollegen zusammengearbeitet, die im Baurecht zu Hause waren. Doch kaum einer hatte Erfahrungen mit international ausgerichteten Fällen. „Genau da setzen wir mit dem Arbeitskreis an“, sagt Hillig, „denn die meisten Teilnehmer sind Spezialisten im Internationalen Baurecht, was einen Austausch ermöglicht, den Sie auf diesem Niveau kaum ein zweites Mal in Deutschland finden“, schwärmt Hillig.

Praxistaugliches Format

Bei der weiteren Entwicklung des Arbeitskreises legten Hillig, Meier und Würfele besonderen Wert darauf, ein praxistaugliches Format zu gestalten. Das gilt zum einen für die Inhalte, aber auch für die Organisation. Seitdem ist jedes Treffen einem bestimmten Thema gewidmet, das dann vertieft diskutiert werden kann. Am Anfang gibt es immer ein kurzes Einführungsreferat, „um alle Teilnehmer auf den gleichen Informationsstand zu bringen und auf die vertiefenden Diskussionen am Nachmittag vorzubereiten“, so Hillig. Bei den beiden letzten Tagungen diskutierten die Teilnehmer internationale Sicherheiten (Dresden November 2016) und internationale Joint Ventures (Berlin März 2017).

Auch bei der Organisation suchten die Leiter des Arbeitskreises nach neuen Ansätzen. „Dabei kamen wir auf die Idee, die Treffen terminlich mit den Tagungen der ARGE Baurecht zu verbinden“, sagt Hillig. Seitdem finden die Sitzungen immer am Donnerstagnachmittag vor den Frühjahrs- und Herbsttagungen statt. „Das Konzept hat sich bewährt, denn für viele Kolleginnen und Kollegen sind die Tagungen der ARGE Baurecht ohnehin fester Bestandteil im Kalender.“

Bei den Treffen gibt es drei oder vier Fachvorträge von Kollegen, die in dem ausgewählten Thema besondere Erfahrungen haben. Nicht zu kurz kommt außerdem die Besprechung von „mitgebrachten“ aktuellen Fällen aus der Praxis der Teilnehmer.

Für alles offen

Die Themen für die Arbeitskreis-Sitzungen werden ebendort gesammelt und vordiskutiert. „Dabei orientieren wir uns immer am aktuellen Geschehen“, so Hillig. Dabei standen allerdings die Brexit-Verhandlungen nicht Pate für die Entscheidung, beim nächsten Treffen am 9. November 2017 in München über die Bedeutung des englischen Vertragsrechts im internationalen Anlagenbau zu diskutieren. „Das Thema ist stets aktuell, denn mit der weiten Verbreitung der englischen Sprache im internationalen Anlagenbau hat auch das englische Recht eine große Bedeutung“, so Hillig. „Grundsätzlich sind wir für alles offen, sofern die Themen praxisrelevant sind“, so Hillig, „und wir freuen uns über jeden Vorschlag.“ 

Kontakt

Rechtsanwalt Dr. Jan-Bertram Hillig, hillig(a)boergers.com
Rechtsanwalt Christian Meier, christian.meier(a)schramek-meier.de